Stephan Porombka (Hildesheim) p.167 -193
2009 Issue 2/3
Writing as a cognitive tool. Research across disciplines.
Guest editor: Jens Loescher
Section II: Hard data, soft skill? Writing didactics
Abstract
Das neue Kreative Schreiben folgt einem größeren Paradigmenwechsel. Verabschiedet wird die Fiktion, dass es beim literarischen Schreiben um das Freilegen von Innerem und Eigentlichem geht. Dem neuen Kreativen Schreiben geht es – in Abgrenzung von alten sozial- oder kulturpädagogisch ausgerichteten Programmen zur literarischen Selbsterfahrung oder Freizeitgestaltung – um die Arbeit am Text und damit um die Effekte, die am Text und mit dem Text entstehen, wenn man schreibt. Es geht darum, diese Arbeit nicht als etwas zu verstehen, was man nebenbei betreiben kann. Das literarische Schreiben wird als eine Form von Lebenskunst verstanden, die aufwendig und fortlaufend geübt werden muss und die man durchaus auch professionalisieren kann. Gezeigt wird im vorliegenden Artikel, welchen Status die entsprechenden Übungen und Übungsprogramme haben und wie sie absolviert werden. Schließlich werden die Möglichkeiten vorgestellt, die das neue Kreative Schreiben für den DaF-Unterricht hat.