Issue 2/2019  -  ISSN 1470-9570

ARTICLES

The Better the Description, the Better the Instruction – Passives and Impersonals in the German Language of (Automotive) Engineering

Antje Heine, and Lars Schirrmeister, Greifswald, Matthew O. Anderson, Austin, Texas (pages  1-19)

show_abstractView Heine, Schirrmeister, Andersonview pdf (492kb)

Engineering faculty at German universities often observe an absence of German for Specific Purposes (GSP) proficiency among international students, particularly regarding passives and impersonal expressions. This problem partially results from inadequate grammatical description in academic instruction materials, which usually explain these phenomena as transformations of underlying structures using valency-based projectionist grammar models. In these materials, for example, the passive is usually represented as deagentivation and valency-decrease. They present the production of passive clauses as a rather “mechanical” transformation of transitive verbs into different synonymous passive configurations, eliding differences in the latter’s distributional properties and communi-cative functions. Contrary to these findings, studies like Stefanowitsch (2009) and Heine (2016) indicate that native speakers/writers prefer (i) certain passive constructions for specific text types and communicative purposes, and (ii) certain verbs in specific passive constructions. Our investigation draws on GSP research in the field of engineering, using the “Gingko” corpus. It aims to provide a detailed, empirical description of the use of passive/neighboring forms to modify future teaching materials.

Schreibstrategietraining im Deutschunterricht – Textqualität und Schreibprozesse einiger schwedischer Lernender

Yvonne Knospe, Umeå (pages 20-40)

show_abstractView Knospeview pdf (458kb)

Vor dem Hintergrund einer mangelnden fremdsprachlichen Kompetenz in der Drittsprache bei Schülerinnen und Schülern in ganz Europa (European Commission 2012) wird in diesem Beitrag der Einsatz von Strategie- und Lernbewusstheit fördernden Methoden im Drittsprachenunterricht thematisiert. Die Entwicklung von Textqualität und Schreibprozessen einiger schwedischer Lernender in der Drittsprache Deutsch und unter dem Einfluss eines Schreibstrategietrainings wird beschrieben. Die Ergebnisse zeigen eine Verbesserung der Textqualität und geringe Veränderungen im Schreibverhalten, welche sich vor allem durch die abnehmende Nutzung von Online-Wörterbüchern und ein gesteigertes Vorkommen von Textrevisionen zeigten

Brickfilme – Trickfilme mit Lego im DaF-/DaZ-Unterricht

Tristan Lay, Sydney (pages 41-58)

show_abstractView Lay view pdf (302kb)

Der vorliegende Beitrag versteht sich als Plädoyer für einen stärkeren und produktiveren Umgang mit dem Medium Film im fremd- und zweitsprachlichen Unterricht. Die projekt-basierte Arbeit mit und an Brickfilmen steht dabei im Zentrum des Interesses. Diese mehrminütigen narrative zusammenhängenden Filme, in denen in der Regel Lego-Figuren die Hauptrolle spielen, erfreuen sich inzwischen größerer Beliebtheit und sind durch die Möglichkeit der Veröffentlichung und Dissemination filmischer Eigenproduktionen im Internet zu einem veritablen Phänomen avanciert. Die Planung und Produktion eines Brickfilms wirkt nicht nur motivierend für Lernende, sondern ermöglicht darüber hinaus ein entdeckend-problemlösendes und handlungsorientiertes Lernen, das im Rahmen von Binnendifferenzierung, die Vielfältigkeit der Begabungen und Interessen der Lernenden adäquat berücksichtigt. Die aktive Filmarbeit ermöglicht ebenfalls, gezielt über Medienerfahrungen zu reflektieren und auf diese Art und Weise das Bewusstsein für mediale Manipulationen zu stärken.

Knowledge Exchange for Promoting German in Hong-Kong – Integration of Research and Teaching

Li Chong, Hong Kong (pages 59-84)

show_abstractView Chongview pdf (1360kb)

This paper examines a university-pioneered project for promoting German language and culture which integrates research, teaching and knowledge exchange. The project aims to enhance the interest within the general Hong Kong community in learning the German language and understanding the country’s culture. Staff and students of the German Programme at the University of Hong Kong initiated outreach programmes benefitting local secondary school students in Hong Kong by organizing various German language and cultural workshops. It also generated a teaching and experiential learning opportunity for German Programme university students. Drawing on the results of surveys, the study shows that secondary students demonstrated a high appreciation of learning a foreign language and a keenness to study further. Tangible impacts of the project, including increased offerings of German as a foreign language in secondary schools, indicate the value of this knowledge exchange initiative and it provides an example of best practice for future projects relating to German and other foreign languages in Hong Kong and other cultural contexts. The article also undertakes a detailed analysis of the workshop’s materials and process, as well as a study of useful parameters for a successful knowledge exchange day for learners of German.

Schreibkompetenzen in der Fremdsprache Deutsch durch Modelllernen fördern

Sandra Reitbrecht, Marta Dawidowicz, Silvia Flotzinger-Aigner, Brigitte Schatzl, Vienna (pages 85-109)

show_abstractView Reitbrecht et alview pdf (400KB)

Der Beitrag thematisiert das didaktische Konzept des Modelllernens (auch Beobachtungslernen) und die Lehrhandlung des Modellierens, die im Kontext von Deutsch als Fremdsprache bislang wenig diskutiert werden. Neben einer einleitenden Definition der Begriffe stellt der Beitrag eine Form des Modelllernens für die DaF-Schreibförderung vor, die im Rahmen des AaMoL-Forschungsprojektes (durchgeführt im Rahmen des Förderprogramms Sparkling Science, gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung) erprobt wurde. Die Spezifika des präsentierten Modelllernkonzepts sind zum einen bestimmte Elemente, welche die Lernenden explizit zu Reflexion und Interaktion im Klassenraum anregen und damit auch ko-konstruktivem Lernen sowie der Individualität von Schreibprozessen Raum geben. Zum anderen wird in der hier gezeigten Form des Modelllernens nicht live im Unterricht modelliert, sondern Lehrpersonen entwickeln im Vorfeld sogenannte Modellvideos, also Bildschirmvideos, in denen sie ihren Schreibprozess beim Lösen einer Schreibaufgabe vorzeigen und kommentieren. Der Erstellung und Produktion solcher Modellvideos widmet sich der Beitrag ausführlich, sodass Lehrende auch Anregungen und Leitprinzipien für den Einsatz von Modellvideos in ihrem DaF-Schreibunterricht erhalten. Ein Ausblick, der sowohl weitere Einsatzmöglichkeiten als auch Forschungsdesiderata zum Modelllernen im Deutsch-als-Fremdsprache-Unterricht aufzeigt, rundet den Beitrag ab.

top

Rezensionen

Linguistic Landscape und Fremdsprachendidaktik. Perspektiven für die Sprach-, Kultur und Literaturdidaktik

Reviewed by Heiko F. Marten, Tallinn (pages 110-116)

No abstractView Marten Rezensionview pdf (158kb)

top

Erich Schmidt Verlag

images/narr_franke_attemptoNarr Francke Attempto Advertisement

DAAD