Probleme fremdsprachlicher Schreibpraxis im Fokus neuerer Spracherwerbsforschung.

Antonie Hornung (Modena/Zürich) p.128 – 147

2009 Issue 2/3

Section II: Hard data, soft skill? Writing didactics

Abstract

This study investigates the impact of recent language acquisition research on understanding problems in second language academic writing. Proceeding on the findings of Elizabeth Bates and her colleagues and successors, this paper points out the important role of the time- lag between oral and written receptive skills and production skills as much as the sine qua non of input multiplication. Thus, different approaches to writing processes such as Free Writing on one side, and productive imitation on the other, can be understood as indispensable concomitant procedures in teaching German academic writing.

Der folgende Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit Erkenntnisse der neurobiologisch orientierten Spracherwerbsforschung dazu beitragen können, Schwierigkeiten von Novizen des Schreibens, insbesondere, wenn sie in einer fremden Sprache Texte zu verfassen haben, besser zu verstehen, und welche didaktischen Konsequenzen daraus gezogen werden müssen. In diesem Zusammenhang wird auch die Bedeutung verschiedener Formen freien Schreibens für die Entwicklung der Kompetenz wissenschaftliches Schreiben neu überdacht. Die Überlegungen sind dabei von der praktischen Erfahrung mit Lernenden geleitet, die eine lateinische Muttersprache sprechen.