doi.org/10.82062/GFL.2025/03.02
Daniela Ježić & Kornelija Čakarun (Rijeka), 25-41
2025 Issue 3
Abstract
Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Unterrichtsprozess plötzlich digitalisiert. Diese Digitalisierung erfasste sowohl die Studierenden als auch die Lehrenden und war nicht ohne Herausforderungen. Die vorliegende Studie präsentiert den Fall der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät in Rijeka, Kroatien, die sich der neuen Situation sofort angepasst hat, insbesondere die Fremdsprachenlehrer. Die traditionellen, im Klassenraum verwendeten Methoden wurden an die Online-Umgebung angepasst. Nach der ersten, asynchronen Phase, in der der Unterricht mithilfe von Webinaren organisiert wurde, fand der Unterricht in der zweiten Phase synchron über Google Meet statt. Ziel dieser Studie ist es, zu untersuchen, wie die Digitalisierung des Unterrichtsprozesses die mündlichen Kompetenzen der Studierenden im Deutsch als Fremdsprache (DaF) Unterricht beeinflusst hat. Zur Erreichung dieses Ziels wurden die Resultate der mündlichen Kolloquien von drei Generationen von Studierenden miteinander verglichen: der Vor-Covid-, Covid- und Nach-Covid-Generation. Die Ergebnisse zeigen, dass die Vor-Covid-Generation bessere Resultate als die Nach-Covid-Generation erzielte, während die Covid-Generation die niedrigsten Ergebnisse erreichte, obwohl die Unterschiede nicht statistisch signifikant sind. Trotz der Tatsache, dass sich die Teilnehmenden dieser Studie gut an die neue Situation angepasst haben, lässt sich abschließend feststellen, das klassische sowie synchrone Unterrichtsmethoden stärker zur Interaktivität und zur Entwicklung mündlicher Kompetenzen beitragen als asynchrone.